Ausser einem schönen Garten bleibt alles hinter unseren Träumen zurück.

Nicólas Gómez Dávila (1913-1994)

Das inhaltliche Profil des Optikpark wird bestimmt durch den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Motor Rathenows, der Optik. Der Park ist ein Saisonbetrieb (April bis Oktober) und präsentiert Gartenkunst und kulturelle Highlights mit Anspruch und Qualität. Die Besucher erleben eine Gartenanlage mit intensiven landschaftlichen, gärtnerischen und künstlerischen Eindrücken sowie kleinen wie großen Veranstaltungen. 


Highlights des Parks wie zum Beispiel die klingenden Farbräume, der viel gelobte Optik-Spielplatz, idyllische Floßfahrten und blühende Gartenstrahlen in Regenbogenfarben auf 4.000 Quadratmetern Freifläche gewähren ein besonderes Farb- und Naturerlebnis.

Diesen Gartenstrahlen, Zentralpunkt der Anlage, liegt das Phänomen der Lichtbrechung von weißem Licht durch ein Prisma zu Grunde. Als Prismen fungieren dabei zwei Farbpyramiden. Die Pyramiden besitzen eine Kantenlänge von 5,50 Metern und eine Höhe ohne Sockel von 3 Metern. Horizontal wird der Farbverlauf dargestellt. Vertikal steigt der Helligkeitswert, so dass die Spitze der Pyramide weiß wird. Die Farbverläufe werden über entsprechend gefärbte 50 x 50 cm große Metallplatten erzielt. Durch eine, hinter beiden Pyramiden angeordnete, Bepflanzung mit weiß-blühenden Pflanzen bzw. Pflanzen mit Laub in dem Spektrum Weiß bis Silber, wird die Anmutung von weißem Licht vor dem Durchgang durch ein Prisma erreicht. Nach dem Durchscheinen durch die Farbpyramiden erfolgt die Brechung des Lichtes entsprechend der Stellung der Pyramiden. Die nördliche ist mit der blau-grünen Spitze in die Fläche ausgerichtet. Dementsprechend bildet sie den Ausgangspunkt für die Gartenstrahlen in den Farben Orange, Gelb und Rot. Die gegenüberliegende südliche Farbpyramide steht mit der gelb-roten Spitze zur Fläche. Daraus entwickeln sich die Gartenstrahlen in den Farben Grün, Hellblau, Blau und Violett. Die Gartenstrahlen bestehen aus insgesamt 37 Gärten in den Abmessungen von ca. 4 mal 20 Metern, bestückt mit Wechselbepflanzung in den jeweiligen Farben.

Das weltweit größte und funktionstüchtige Brachymedial-Fernrohr und der höchste Leuchtturms Brandenburg mit Rathenower Linsentechnik symbolisieren die Bedeutung, die das Thema Optik für die Stadt Rathenow besitzt. Der Havelaltarm, der bei einer Floßfahrt erkundet werden kann, bietet einen ungestalteten Naturraum mit wildromantischer und natürlicher Ausstattung sowie Lebensraum für Tiere wie Biber, Fischotter, Eisvogel, Graureiher, diverse Entenarten sowie Fischarten mit europäischer Bedeutung wie Weißflossiger Gründling, Rapfen und Steinbeißer. Den Altbaumbestand und dichte Gebüschflächen nutzen heimische Singvögel als Lebens- und Brutmöglichkeit, darunter Nachtigall und Sprosser. Ferner können bewundert werden: Staudenflächen auf knapp 6.500 Quadratmetern, Wildstauden in mehr als 400 Arten, dazu Gräser und Farne sowie 2.000 Rosen verschiedener Sorten. Ebenfalls schön anzusehen sind ein Hain mit Rhododendren, Azaleen, Schneebälle, Hortensien und Freiland-Fuchsien sowie die an den Farbformen stehenden Sumpfzypressen, Urweltmammutbäume und Ginkgos.

PS: Der Optikpark widmet seinen Namen der Stadt der Optik, in der Johann Heinrich August Duncker vor über 200 Jahren mit der Erfindung einer Linsen-Vielschleifmaschine die Grundlage der deutschen optischen Industrie gelegt hat.

 

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